Ideentheater 


man hat keine idee
eine idee hat einen
sie fällt ein überfällt alle
gedanken fällt auf den
boden der tatsachen
aber steht wieder auf
steht auf träumt sich in
die wirklichkeit hält
stand gegen den wind
die zweifel gibt nicht auf
nimmt ihren lauf rennt
gegen alle einwände die
wände sturm mit dem kopf
was keiner gewagt hat zu
denken das unglaubliche
zu glauben für das unerhörte
jetzt alles
überhören nur auf sein herz
hören es fassen da es schlägt
voran keine idee wie ohne
eine idee zu leben den blanken
schimmer was bildest du dir
ein das vorstellbare für das man
bar bezahlt die idee vor die
man ich du sich stellt der man
den rücken stärkt mit flügeln
und einem segel vor der stirn
der brust für den zweiten atem
die dritten luft befeuert aus
der asche die flamme jeden
zu entflammen mit einem wort
einem satz über alles trennende
hinweg der horizont dort der sich
krümmt wie ein stab vor dem
sprung über die latte die nicht
hoch genug hängen kann spring auf
herz und augenhöhe leben lieben
die idee das alles möglich ist was
nach der frage deine antwort ist
die widersprüche für den zuspruch
rüsten sich nichts absprechen und
ausreden wir schaffen das lass
die ideen einander eine szene
nach der anderen machen bis
alles theater ist ein theater der
ideen und die welt eine bühne
wo du dürfen darfst und alles
ausprobieren bis es notwendig ist
und der blick wechselt im augenblick
denn nur wo er spielt ist der
mensch ganz mensch du ein
gedicht das sich weiterspricht eine
welle die bricht aber dich nicht
weil sie dich auf ihre schäumenden
schultern nimmt und trägt die idee
bis sie uns alle erfasst der mut sie
wahr werden zu lassen bis sie frei
ist